Lexikon

Alles Wissenswerte im Überblick

Hier haben wir alles Wissenswerte über die mexikanischen Orte und Begebenheiten aus unseren Reiseprogrammen zusammengetragen. Der Übersichtlichkeit halber sind sie zuerst nach Regionen und dann alphabetisch sortiert. Wenn Sie trotzdem noch Fragen haben, schicken Sie uns einfach eine Email.

Kupferschlucht

Der Bahnhof liegt in dem kleinen Ort Bahuichivo. Ein Kleinbus bringt sie von dort in einer gut halbstündigen Fahrt in das Dorf Cerocahui, welches auf 1.600 m Höhe liegt. In dieser Region leben hauptsächlich Tarahumara Indianer.

Im Jahre 1690 errichtete der Jesuitenpater Juan Maria de Salvatierra in Cerocahui eine Missionsstation. Er war mit großer Wahrscheinlichkeit auch der erste weiße Mann, der bis zum Grund des Canyons gelangte.

Cerocahui erweckt den Eindruck, als hätte sich seit der Ankunft Salvatierras nur wenig verändert, denn nach wie vor ist es ein Dorf ohne Hektik und Stress.

Die Umgebung von Cerocahui ist ein wahres Wanderparadies. Wer die Gegend lieber zu Pferd erkunden möchte, kann sich dazu einen Führer mieten. Nahegelegene Ausflugsziele sind Wasserfälle, Berggipfel oder verlassene Minen.

Von Cerocahui aus bietet sich die einmalige Möglichkeit, in relativ kurzer Zeit den Grund des Canyons zu erreichen, um so eine kleine Vorstellung von der noch wenig erforschten Sierra Tarahumara zu erhalten. Erleben Sie, wie sich die Landschaft mit Nadelbäumen beim Hinunterfahren allmählich in eine tropische Landschaft mit Palmen verändert. Tief unten im Canyon liegt das Dörfchen Urique am gleichnamigen Fluss, wo bei der Hitze ein Sprung ins Wasser erfrischend wirkt. Wer diesen interessanten Ausflug machen will, muss aufgrund des beschränkten Zugfahrplanes mindestens zwei Nächte in Cerocahui einplanen.

Chihuahua ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates. Er ist nicht nur der größte, sondern aufgrund von Viehzucht, Bergbau und Holzwirtschaft auch einer der reichsten Bundesstaaten Mexikos. Die Stadt liegt auf 1.440 m Höhe und ist 247.087 qkm groß.

Chihuahua wurde im Jahre 1709 von spanischen Missionaren gegründet. Trotz der Entfernung zur Hauptstadt Mexiko City spielte die Stadt mehrfach eine wichtige geschichtliche Rolle, namentlich als Flucht- und Rückzugsort entmachteter Politiker.

Im Jahre 1811 wurde Pater Miguel Hidalgo – Vater der mexikanischen Unabhängigkeitsbewegung – nach seiner Flucht in den Norden von spanischen Truppen festgenommen, zum Tode verurteilt und in Chihuahua erschossen.

Benito Juarez, mexikanischer Präsident der Jahre 1858-1863 und 1867-1872, hielt sich, nachdem er im Jahre 1863 abgesetzt und durch den österreichischen Kaiser Maximilian ersetzt wurde, häufig in Chihuahua auf. Dort plante er erfolgreich den Widerstand gegen das Kaiserreich, das mit dem Sturz Maximilians endete.

Der prominenteste Gast Chihuahuas war jedoch zweifellos Pancho Villa. Er war während der mexikanischen Revolution ab 1910 oftmals in der Stadt anzutreffen. Wer mehr über Pancho Villa und seine Taten erfahren will, der sollte das Museo de la Revolución in Chihuahua besuchen. Dort ist neben diversen Steckbriefen, mit denen nach Pancho Villa gefahndet wurde, auch das mit unzähligen Einschüssen durchlöcherte Auto ausgestellt, indem der umstrittene Volksheld ermordet wurde.

Wir empfehlen einen Spaziergang durch das historische Zentrum und einen Besuch der Kathedrale, einem Barockwunder aus dem Jahr 1725. Im Bereich der Kathedrale sollten Sie einen Besuch des Museums für Heilige Kunst nicht verpassen. Vor der Kathedrale befinden sich die Plaza de Armas und der Stadtpalast, wo Sie die Wandgemälde von Aarón Piña Mora über die Geschichte von Chihuahua sehen können.

Creel wurde im Jahr 1907 gegründet, während der ersten Etappe beim Bau der Eisenbahn von Chihuahua zum Pazifik. Es hat sich zu einem kleinen Städtchen entwickelt und ist heute die größte und bedeutendste Mestizen-Siedlung an der Bahnlinie. Die Stadt hat den Charakter einer Goldgräberstadt. Für einen kurzen Moment könnte man fast vergessen, in Mexiko zu sein.

Von Creel aus führt eine Straße mit mehreren Verzweigungen tief in die Canyons zu verschiedenen Siedlungen. Creel ist von Chihuahua auch per Straße zu erreichen.

Seit Jahren setzt sich der in Creel wohnende Jesuitenpater Luis Verplancken für die Tarahumara- Indianer ein. Deshalb wird dieser Ort auch oft als das Zentrum der Tarahumaras angesehen. Nur dem unermüdlichen Einsatz des Paters ist es zu verdanken, dass die Indianer in der Umgebung von Creel über drei Spitäler verfügen, wo sie so gut wie kostenlos behandelt werden. Die Spitäler werden durch Spenden und vom Erlös der Tarahumara-Artikel, die im Missionsladen neben der Kirche verkauft werden, finanziert.

Creel wurde vor einigen Jahren zum „Pueblo Mágico“ ernannt. Das ist eine begehrte Auszeichnung für besondere und gepflegte Orte in Mexiko.

In Creel gibt es zahlreiche Hotels, Restaurants und Souvenirläden. Verschiedene Ausflüge werden angeboten: Man kann reiten, Mountain-Bikes ausleihen, an diversen Tagesausflügen teilnehmen oder einfach die Stadt erkunden. Einheimische oder Tarahumara Indianer treffen sich auf der Plaza Mayor, um dort ihre handgemachten Souvenirs an die Touristen zu verkaufen.

Von Creel aus kann man verschiedene Ausflüge unternehmen:

  • Der See von Arareko, dieser wunderschöne See befindet sich 7 km südöstlich von Creel, an der Landstraße nach Cusárare. Er hat eine Oberfläche von 40 Hektar und erstreckt sich auf einer Länge von 3 km. Er ist einer der bezauberndsten Orte der Gegend. Er ist sowohl von dichten Kiefern- und Eichenwäldern umgeben und wird von einer reichen Tierwelt bewohnt. Am Rande des Sees kann man spazieren gehen, reiten oder mit dem Fahrrad fahren. Wer Lust hat, kann auch eine Tour mit dem Ruderboot unternehmen.
  • Der Wasserfall Cusárare befindet sich 22 km südlich von Creel in der Nähe des gleichnamigen Dorfes. Er ist 30 m hoch und sieht wie ein Katarakt aus.
  • Die Mission von Cusárare wurde Mitte des 18. Jahrhunderts von Jesuiten gegründet. Sie konserviert bis heute einen großen Teil der originalen Architektur. Im Inneren fallen die Tarahumara Gemälde besonders auf. In der Mission feiert man die wichtigsten Feste der Gemeinschaft, wie die Semana Santa (die Osterwoche).
  • Die Hauptattraktionen in dieser Region sind die zwei größten Wasserfälle Mexikos. Das ist einmal der Basaseachi mit einer Tiefe von 246 m und der Piedra Volada (fliegender Stein) mit 453 m. Diese Wasserfälle können von verschiedenen Aussichtspunkten betrachtet werden.
  • Die Barranca Candamena liegt am Fuße des Wasserfalls Basaseachi. Diese Barranca ist bisher noch recht unbekannt, da sie sehr schwer zugänglich ist.
  • Von Creel kann man auch die Barranca Batopilas besuchen (123 km entfernt). Sie ist 1.750 m tief und auch als „ La Bufa“ bekannt. Das ist der ehemalige Name der Gold- und Silbermine, die Batopilas zu einem glanzvollen Ort machte. Er wurde nach der Entdeckung reichhaltiger Silbervorkommen im Jahr 1708 gegründet.
  • Hier befindet sich auch die „La ruta de la plata“ – die Silberroute. Sie ist 225 km lang und beginnt in Chihuahua. Sie führt durch „das Herz“ der Sierra Tarahumara bis zur alten Silbermine Batopilas. Dort wurden im 19. Jahrhundert mehr als eine Million Unzen Silber herausgeholt. Das Silber wurde in 7-8 Tagen auf Eseln bis nach Chihuahua transportiert. Die Tiere trugen bis zu 25 kg Silber und liefen pro Tag 40 km. Unterwegs rastete man an verschiedenen Stationen, die man heutzutage besichtigen kann.

Bis zur Schließung der Silbermine war der Pfad sehr stark frequentiert. Heute kann man diese Route zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Pferden wieder entdecken.

Siehe auch unter “Pueblos Magicos”.

Dieser Haltepunkte befindet sich genau in der Mitte der Bahnstrecke zwischen Los Mochis und Chihuahua auf 2.200 m Höhe und fast an der Bruchkante der Schluchten. Die Aussicht ist überwältigend.

Hier treffen drei der größten Canyons aufeinander – die Canyons Urique, Cobre und Tararecua – und hier bietet sich einer der herrlichste Ausblick auf der ganzen Zugstrecke.

Der Zug hält in Divisadero 15 Minuten, damit die Reisenden die Canyons fotografieren und sich ein Souvenir aussuchen können, die von den Tarahumaras verkauft werden.

Man kann auch ein traditionelles mexikanisches Essen probieren, die „Gorditas“. Das sind Mais- Tortillas gefüllte mit Gemüse oder Fleisch.

Ganz in der Nähe befindet sich ein Nationalpark, wo man mit der Seilbahn oder mit der Zip Line über die Canyons „fliegen“ kann. Die Gondeln bieten bis zu 60 Passagieren Platz.

Dieses wunderschöne, am Rio Fuerte gelegene Kolonialstädtchen ist merkwürdigerweise bei europäischen Reisenden weitgehend unbekannt. Dabei ist El Fuerte historisch gesehen eine der wichtigsten und interessantesten Städte Nord-Mexikos. Es liegt malerisch am Fluss Rio Fuerte, hat eine durch den spanischen Kolonialstil geprägte Altstadt und ist kulturelle fest verwurzelt mit indianischen Traditionen. Außerdem liegt El Fuerte auf der touristischen Route vom Pazifik (Mar de Cortez) zu den Barrancas del Cobre.

Auf dem Weg von Los Mochis nach Chihuahua ist El Fuerte der erste Halt des „CHEPE“, der „Ferrocarril Chihuahua al Pacifico“. Die Stadt liegt ca. 80 km nordöstlich von Los Mochis entfernt und ist ein sehenswerter Ort, der sich gut als Ausgangspunkt für die Zugreise ins Gebirge eignet. Der Zug kommt gegen 7:30 Uhr an, und von hier aus kann man entspannter als in Los Mochis die Reise beginnen.

Im Jahre 1564 wurde El Fuerte durch den Spanier Francisco de Ibarra bereits als „La Villa de San Juan Carapoa“ gegründet. Die ersten Jesuiten kamen gegen Ende des 16. Jahrhunderts in die Region.

Die selbstbewussten, unbeugsamen Indianer der Umgebung lehnten das Christentum zunächst ab und zollten den Spaniern wenig Respekt. Um vor ständigen indianischen Angriffen sicher zu sein, bauten die Eroberer Anfang des 17. Jahrhunderts eine Festung (spanisch: Fuerte). Seither kennt man diese Stadt als El Fuerte.

Im 18. Jahrhundert muss ein reger Verkehr geherrscht haben, kamen doch viele Spanier auf ihren Erkundungsreisen in die heutigen US-Staaten Kalifornien und Arizona in El Fuerte vorbei, um sich mit Proviant einzudecken. In dieser Zeit entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Handelsplatz. Es war ein Verkehrsnotenpunkt, wo Schätze und Handelsgüter auf der legendären Route „Camino Real“ (zwischen New Mexiko in den USA und Mexiko City) transportiert wurden.

In Jahre 1824 – Nachdem Mexiko die Unabhängigkeit von Spanien erlangt hatte – wurde El Fuerte Hauptstadt des damaligen Bundesstaates Estado de Occidente, welcher den heutigen Bundesstaaten Sinaloa und Sonora entsprach und im Norden bis zum Grand Canyon im heutigen US-Bundesstaat Arizona reichte.

Anfang dieses Jahrhunderts waren namhafte Persönlichkeiten der mexikanischen Revolution wie Francisco Madero oder Venustiano Carranza in El Fuerte zu Gast, und im Jahre 1915 während der mexikanischen Revolution war die Stadt sogar Schauplatz einer Schlacht.

Die große Wende für El Fuerte kam im Jahre 1952 mit dem Bau des Wasserkraftwerkes Miguel Hidalgo , auf welches im Jahre 1965 ein weiteres mit Namen Josefa Ortiz de Dominguez und einige Jahre später 1996 noch anderes mit Namen Donaldo Colosio (im Volksmund Presa Huites genannt) folgten. Diese Bauwerke halfen der Region zu einem wirtschaftlichen Aufschwung.

Die Stauseen bilden interessante Ausflugsziele ab El Fuerte. Weitere Ziele sind die bis zu 1.500 Jahre alten Wandinschriften oder Petroglyphen, die man in der Umgebung gefunden hat. Der „El cerro de la mascara“ umfasst ca. 45 Steine, die gemeinsam über 100 Gravuren haben. Diese Steine sind 800 bis 2.500 Jahre alt. Ruinen der Missionsstationen der Jesuiten kann man ebenfalls besuchen.

Bis heute leben in der Region um El Fuerte die Yaqui- und Mayo- Indianer, die, ähnlich wie die Tarahumaras, eine traditionelle Lebensweise behalten haben. El Fuerte ist heutzutage ein lebendes Beispiel von Geschichte, wo man die einzigartige Architektur des Kolonialstils betrachten kann, wie z.B. das Rathaus, den Kiosk, das Museum und einige alte Häuser.

El Fuerte wurde wegen seines koloniales Charmes, seiner Kultur und seiner Geschichte “Puelo Mágico” genannt.

Die schachbrettförmig angelegte Stadt Los Mochis liegt 15 Kilometer von der Pazifik-Küste entfernt und ist heute Zentrum einer Zone mit vielfältiger Bewässerungslandwirtschaft. Entdeckt wurde das Gebiet im August 1533 von dem spanischen Eroberer Diego de Guzmán. Es war bevölkert von Indianern der Stämme der Tehuecos, Zuaques und Ahomes. Letztere haben der Region bis heute ihren Namen gegeben, so liegt Los Mochis im „Distrikt“ Ahome.

Die Stadt entstand Ende des 19. Jahrhunderts. Maßgeblichen Anteil an ihrer Gründung hatte der US Amerikaner Benjamín F. Johnston, welcher eine Zuckerfabrik erbaute, die bis heute existiert. Sie sorgte für erste Ansiedlungen und wirtschaftliches Wachstum. 1903 erlangte Los Mochis den Status einer Gemeinde. Einige Bauten aus dieser Epoche sind bis heute erhalten geblieben.

Wenn sich Los Mochis auch nicht gerade mit großen Sehenswürdigkeiten rühmen kann, so darf dafür erwähnt werden, dass es ein paar einfache, aber vorzügliche Fisch-Restaurants gibt, wo frischer Fisch und Schalentiere zubereitet werden. Empfohlen sei auch ein Besuch des Botanischen Gartens. Die Bewohner von Los Mochis behaupten stolz, dass es einer der besten der Welt sei.

Ein lohnenswerter Abstecher ist die ca. 15 km entfernte Topolobampo-Bucht am Golf von Kalifornien, der hier Mar de Cortez genannt wird. Dort sollte man sich einen Bootsausflug nicht entgehen lassen. Neben diversen Meeresvögeln bekommt man nämlich mit großer Wahrscheinlichkeit auch Delphine zu sehen. Oder was halten Sie von einem Abstecher an einen einsamen Strand auf einer Insel?

Los Mochis ist nicht nur Ausgangs- oder Endpunkt für die Bahnfahrt in die Kupferschluchten. Von hier aus geht es auch in alle anderen Richtungen weiter. Regelmäßige Linienflüge verbinden Los Mochis mit der Hauptstadt Mexiko-City und US-amerikanischen Städten wie Los Angeles in Kalifornien oder Phoenix in Arizona.

Das kleine Städtchen La Paz in Baja California wird jeden Tag von Topolobampo aus mit der Fähre (Baja Ferries) über den Golf von Kalifornien angefahren. Die Seereise dauert ca. 7 Stunden und gibt Zeit zur Entspannung und Erholung auf dem Meer.

Schließlich ist da noch Los Cabos, ein attraktiver Küstenort an der Südspitze der Halbinsel, der täglich von lokalen Airlines angeflogen wird.

Die Bautrupps der Eisenbahnlinie staunten Anfang des letzten Jahrhunderts nicht schlecht, als sie in die Canyons vorstießen und einen Indianerstamm entdeckten, der noch in der Steinzeit zu leben schien. Weil sich die Tarahumara-Indianer, die sich selbst Raramuri nennen, immer wieder in das unwegsame Bergland zurückzogen, um sich so der Zivilisation zu entziehen, werden sie oft aufgrund ihrer Lebensweise als der primitivste Indianerstamm Amerikas bezeichnet.

Einige Tarahumaras leben mittlerweile nahe der Bahnstationen, wo sie bei Ankunft der Züge den Reisenden selbstangefertigte Handarbeiten wie Körbe, Puppen oder Tonwaren verkaufen. Für die Tarahumaras ist das ihr Lebensunterhalt.

Die meisten Tarahumaras leben jedoch zurückgezogen in den Canyons und betreiben Landwirtschaft. Während der Sommermonate halten sie sich in den höheren Regionen auf, wo sie Mais anbauen und Tiere züchten (hauptsächlich Ziegen und Hühner). Viele wohnen dann traditionsgemäß in Höhlen. In den Wintermonaten ziehen sie in die tiefer gelegenen wärmeren Schluchten. Dort leben sie in Lehmhütten, Stein- oder Blockhäusern.

Wie die meisten Indianervölker besitzen die Tarahumaras ausgezeichnete Läufereigenschaften. Sie stellen sie gern an Festen unter Beweis. Läufe von hundert Kilometern sind dabei nichts Außergewöhnliches. Das ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass sie beim Laufen noch einen kleinen Ball aus Holz vor sich her kicken.

Die meist kleinwüchsigen Tarahumara gehen auch im Winter oft barfuß. Die typische Kleidung der Frauen sind bunt gemusterte Überröcke. Dazu tragen sie ein rotes Stirnband oder Kopftuch. Die Männer bekleiden sich mit einem rauen, weißen Hemd und einem Lendenschurz. Ihr langes Haar wird durch ein Stirnband zusammengehalten.

Die Tarahumara leben sehr einfach in kleineren Siedlungen. Außenstehende nehmen sie oft als sehr scheu und zurückhaltend wahr. Aber in ihren Wohngemeinschaften mit 5-12 Familien ist ihr Leben geprägt durch Aufgeschlossenheit, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme.

Die Tarahumaras nahmen das Christentum nie vollständig an. Ihre Religion ist daher eine Kombination aus alten traditionellen Riten und dem Katholizismus. Dies kommt bei ihren Festen sehr gut zum Ausdruck. Das größte Fest findet in der Osterwoche statt.

Ihre Musik machen sie auf selbst hergestellten Instrumenten, wie z.B. Tamburin, Trommel, Flöte und eine Art Geigen. Das Spielen dieser Instrumente wird von Generation zu Generation weitergegeben ebenso wie typische Tänze. Bei den Festen wird ein alkoholisches Getränk aus fermentiertem Mais, „tesgüino“ genannt, getrunken.

Die Festlichkeiten sind ein Weg, um mit den Menschen aus den Nachbarorten zusammen zu kommen und zu feiern.

Die Sierra Madre besteht aus zwei Gebirgsketten, die bis zu 3.600m emporragen und das Hochland von Mexiko umschließen.

Im Osten Mexikos erstreckt sich von Nord nach Süd die Sierra Madre Oriental, im Westen, am Pazifik, verläuft über 1.300 km die Sierra Madre Occidental.

Während das Gebirge im Osten Mexikos vorwiegend aus Kalkstein besteht, entstand die Sierra Madre Occidental im Nordwesten durch Vulkanismus.

Vor 30 – 60 Millionen Jahren, während des Tertiär-Zeitalters, gab es intensive vulkanische Aktivitäten, die in Zusammenhang standen mit dem Zusammenprall der Pazifischen und Nordamerikanischen Platten. Das war „die Geburt“ der Sierra Madre Occidental.

Während einer Zeitspanne von fast 10 Millionen Jahren sind von den Vulkanen Millionen Tonnen Asche und Gestein auf das Land niedergegangen. Es bildeten sich bis zu 3.000 m dicke Ablagerungen, die im Laufe der Zeit zu unterschiedlichen Schichten zusammengepresst wurden.

Weitere tektonische Bewegungen schufen in diesem Gebiet große Einschnitte in der Erdoberfläche. Viele von ihnen sanken bis zu 1.500 m ab und bildeten dabei Risse, Spalten und Schluchten. Die heute zu sehenden steilen Felswände bestehen aus härterem Gestein und konnten der Abtragung widerstehen. Durch große Regenmengen entstanden unterirdische Strömungen sowie Bäche und Flüsse, die zum Teil noch heute in den Canyons fließen.

Willkommen in der Sierra Tarahumara

Was oftmals als Kupfer-Canyon (spanisch: Barranca del Cobre) bezeichnet wird, heißt eigentlich Sierra Tarahumara. Dieses ca. 25 Mio. Jahre alte Gebiet der nördlichen Sierra Madre Occidental umfasst ein System aus mehreren großen und kleinen Canyons, wovon der Kupfer-Canyon der bekannteste und der Namensgeber ist. Zusammen bilden sie das vermutlich größte Canyon System der Welt, welches mit seinen circa 60,000 qkm flächenmässig, tatsächlich rund viermal größer als der berühmte Grand Canyon in Arizona/USA ist. (Ein anderer Vergleich: Bayern = 70.550 qkm). Die Schluchten der Sierra Tarahumara sind auch an verschiedenen Stellen bis zu 400 m tiefer als der nördlich gelegene Nachbar. Seine maximale Höhe beträgt ca. 3.300 m, der niedrigste Punkt ist 220 m über n.N. Die Region ist eine der jüngsten Gebiete in der Entstehungsgeschichte von Mexiko.

Da die Sierra Tarahumara bis heute aber nie genau vermessen wurde, sind solche Zahlen jedoch mit einem gewissen Vorbehalt zu sehen.

Aus der Vielzahl der Schluchten seien jetzt die vorgestellt, die wegen ihrer Schönheit den höchsten Bekanntheitsgrad haben:

  • Die Barranca del Cobre (Die Kupferschlucht, 1.760 m tief). Sie verbindet sich mit der Tararecua- und der Urique Schlucht.
  • Die Barranca Urique (1.879 m tief) mit dem Rio Urique. Er mündet in den Rio Fuerte.
  • Die Barranca de Batopilas (1.800 m tief). Sie ist verbunden mit dem Cañon de la Bufa und dem Munérachi. In die Schlucht führt die kurvenreiche und steile „Silberstraße“ zu der früheren Silbermine Batopilas.
  • Die Barranca de Sinforosa (1.830 m tief) durch die der Rio Verde fließt.
  • Die Barranca de Chinipas (1.600 m tief), die durch den Rio Chinipas geprägt wurde.
  • Die Barranca Candameña (1.750 m tief). Dort befindet sich der höchste Wasserfall der Region, der Basaseachi mit 246 m, den man oben von der Absturzkante bewundern kann.

Stellen Sie sich die Sierra Tarahumara auf keinen Fall als einen überdimensionalen Grand Canyon vor! Wer mit der Vorstellung kommt, ausgewaschene Gesteinsformationen in Wüstenfarben vorzufinden, wird enttäuscht sein. Die Sierra Tarahumara gleicht nämlich – vor allem nach der Regenzeit von Juni bis September mit heftigen Gewittern – einer grünen „Oase“ und beeindruckt damit auf ihre ganz eigene Art und Weise. Eine der verblüffendsten Eindrücke ist, dass man wegen der Ausdehnung der Schluchten in der Ferne nie ein Ende erkennen kann. Oft fühlt man sich vor dieser gigantischen Kulisse klein und hilflos!

Die Sierra Tarahumara fasziniert mit ihrer vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt, welche je nach Höhe variiert.

So findet man in höheren Lagen Fichten- und Tannen. Darunter kommt eine Zone mit Eichen- und Kiefernwälder, denen sich die Zone der Nussbäume und Wacholdergewächse anschließt.

Unterhalb von 1.500 m beginnen die ariden Dornenwälder mit Kakteen, Agaven, Mesquite und Akazien.

Am Boden der Schluchten wachsen tropische Pflanzen wie Mangobäume, Bananenstauden oder Zitrusfrüchte.

Während Bären, Biber und Pumas vom Aussterben bedroht und darum nur noch in den seltensten Fällen anzutreffen sind, kreist der Adler immer noch majestätisch über den Barrancas. Zahlreiche weitere Vogel-, Insekten-, Reptilien- und Amphibienarten bewohnen die Sierra Tarahumara.

Die einmalige Kombination aus Flora und Fauna, die etwa 50.000 Tarahumara-Indianer und die raue Gebirgswelt verleihen dieser Region in den beiden Bundesstaaten Sinaloa und Chihuahua einen Hauch von Einmaligkeit und Ursprünglichkeit. – Willkommen in der Sierra Tarahumara!

Es wird allgemein angenommen, dass der amerikanische Kontinent vor ungefähr 50.000 Jahren von Asien aus besiedelt wurde. Schubweise überquerten kleine Sippschaften auf der Suche nach neuen Jagdterritorien und Lebensräumen die Beringstraße, die zeitweilig Festland war. In einem Tempo von etwa 20 Kilometern pro Generation bewegten sich diese kleinen Volksgruppen von Alaska aus südwärts. Schließlich erreichten sie vor rund 21.000 Jahren auch jenes Land, das wir heute Mexiko nennen.

Diese Menschen, die Jäger und Sammler waren, verteilten sich im Laufe der Zeit in ganz Mexiko. Aufgrund günstiger äußerer Bedingungen entstanden in einigen Regionen Hochkulturen wie jene der Olmeken oder der Mayas, um nur zwei zu nennen. (Wer mehr über die prähispanischen Kulturen erfahren möchte, sollte bei seiner Mexikoreise unbedingt einen Besuch im Anthropologischen Museum in Mexiko-City einplanen).

Das harte nordmexikanische Wüstenklima mit seinen extremen Temperaturunterschieden zwang die Menschen jedoch mehr als in anderen Regionen, zu einer nomadischen Lebensform. Die Existenz solcher Nomadenstämme im Norden Mexikos lässt sich bis auf etwa 10.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung zurückverfolgen. Die einzige bekannte Hochkultur und größere Ausgrabungsstätte Nord-Mexikos, jene von Paquimé (auch bekannt als Casas Grandes) im Bundesstaat Chihuahua, erlebte seine Blüte zwischen 900 und 1200 n.Ch. Um diese Zeit besaß Paquimé mehrstöckige Gebäude, Pyramiden und ein Bewässerungssystem für das umliegende Land. Aufgrund der Funde wie Halsketten aus Muscheln, Jade und Perlen muss angenommen werden, dass Paquimé rege Handelsbeziehungen unterhielt. Um 1340 n.Chr. wurde diese Stadt – vermutlich von nomadisierenden Apachen – niedergebrannt.

Mit der Eroberung Mexikos im Jahre 1521 durch die Spanier begann der Wandel des amerikanischen Kontinents. Nicht überall vollzog sich dieser aber im gleichen Tempo. So blieben der unwirtliche Norden und die völlig unbekannte Sierra Tarahumara lange von der „Conquista“ verschont. Nur vereinzelt drangen Europäer in diese Gegend. Zu diesen gehörte der spanischer Eroberer Alvaro Nuñez Cabeza de Vaca, der das Gerücht von sieben im Norden gelegenen Ortschaften mit großen Gold- und Silbervorkommen in Umlauf brachte. Ein weiterer Spanier, Francisco Vazquez de Granada, konnte die Existenz dieser Siedlungen bestätigen. Der junge und ehrgeizige Francisco de Ibarra unternahm dann mit der Gründung von Städten die ersten wahren Schritte zur Kolonisierung Nord-Mexikos.

Die eigentliche Basis für die konstante Besiedlung des mexikanischen Nordens legten jedoch die Jesuiten. Sie kamen Ende des 16. Jahrhunderts und ließen sich während ihrer fast 200-jährigen Missionstätigkeit nicht nur im Norden Mexikos, sondern auch in den heutigen US-Bundesstaaten Arizona, New Mexico und Texas nieder.

Die ersten Missionare mussten bald erfahren, dass es nicht einfach war, die Urbevölkerung zum neuen Glauben zu bekehren. Da sie, aufgrund schlechter Erfahrungen, alle Weißen als Feinde betrachtete, gehörten auch Jesuitenpater zu den ersten Opfern der rebellierenden Tarahumaras.

Trotz solcher Rückschläge waren es aber immer wieder die Missionare, die sich für die Rechte der Indianer einsetzten. Als die Jesuiten im Jahr 1767 auf Dekret des spanischen Königs aus Neu-Spanien, wie Mexiko damals noch hieß, vertrieben wurden, waren die Tarahumaras auf sich selbst gestellt.

Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Spanier ins Land und zwangen die einheimische Bevölkerung zur Arbeit in den Silberminen. Um zu überleben, zogen sich die Tarahumaras weiter in die schwer zugänglichen Täler und Berge zurück, wo viele, abgeschirmt von der Zivilisation auch heute noch leben.

Baja California

 

La Paz liegt im Südosten von Baja California am „Mar de Cortés“, welches der berühmte Ozeanograph Jaques Costeau das „größte Aquarium der Welt“ getauft hat. Reichhaltige Unterwasser- Fauna und – Flora machen diesen Ort zu einem Paradies für Taucher, vielleicht zu einem der besten Plätze der Welt.

In geringer Entfernung von der Stadt kann man einsame Strände, ruhige Buchten und unberührte Inseln finden. Landeinwärts entdeckt man Wüsten, Oasen, Gebirge und Lagunen. Die jungfräuliche, natürliche Umgebung lockt Sportfischer, Taucher, Ökologietouristen, Naturforscher, Beobachter von Walen und Reisende jeden Alters in diesen friedlichen Winkel Mexikos.

La Paz ist eine gemütliche Stadt, die für ihre malerischen Sonnenuntergänge berühmt ist. Bummeln Sie entlang der Uferpromenade, dem Malecón, und besuchen Sie die Plaza mit der Kathedrale und deren rosafarbenen Glockentürmen.

Außerdem ist La Paz die Hauptstadt des Bundesstaates „Baja California del Sur“ und trotz seiner relativen Beschaulichkeit mit über 210.000 Einwohnern das einzige Oberzentrum der südlichen Baja.

 

TODOS SANTOS

Todos Santos liegt direkt auf dem Wendekreis des Krebses (Tropic of Cancer): dies ist der nördlichste Breitengrad, an dem die Sonne zur Sonnenwende im Juni senkrecht zur Erde steht. An diesem privilegierten Ort siedelten ursprünglich die Völker der Guaycura und Pericues. Diese bedeutenden Kulturen lebten im Süden der Halbinsel und wurden später zum Gegenstand der Evangelisierung durch die Jesuiten.

Todos Santos wurde 1723 gegründet und befindet sich auf einem Plateau am Fuße der Sierra Laguna (Kiefern- und Nadelwald) und wird vom pazifischen Ozean umgeben. Dieses tropische Paradies ist der fruchtbarste Ort auf der südlichen Baja California. Hier waren mehrere Zuckermühlen ansässig – ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region.

Während des 100-jährigen Booms wurden wunderschöne Gebäude, Häuser und ein prächtiges Theater gebaut. Doch durch die übermäßige Ausbeutung von Wasser, die Dürre und der Zusammenbruch der Zuckerpreise brach die Wirtschaft in den 1950er Jahren zusammen. Todos Santos fiel in einen Dornröschenschlaf, aus dem es der aufkommende Tourismus Anfang der 1980er Jahre weckte.

Diese schöne und rätselhafte Oase verbirgt in ihrem Inneren einen echten Pueblo Mágico: Ein Ort voller Legenden und Inspirationsquelle für Künstler und Dichter. Daher finden Sie überall Galerien, die auch anspruchsvolle Kunstliebhaber ansprechen. Dazu passend finden Sie hier erstklassige Restaurants, malerische Cafés und luxuriöse Hotels. Schauen Sie beim Gehen auf die Oberseiten der Häuser und zählen Sie die Skulpturen, die die Mitbewohner schützen sollen.

Zu den wichtigsten Attraktionen gehören:

  • die Mission unserer Sra.del Pilar, die im 18. Jahrhundert erbaut wurde
  • das Theater “Gral. Manuel Márquez de León “
  • das Kulturzentrum Siglo XXI
  • das Hotel California

Eine echtes Must-see in Todos Santos ist das Hotel California, das Pate stand für den weltberühmten Song der „Eagles“.

Todos Santos hat malerische und ruhige Strände wie Los Cerritos, La Lobera, San Pedrito, Punta Lobos, Pescadero, Batenquitos, La Poza und Los Esteros, die besonders zum Surfen, Sportfischen und zur Beobachtung von Meeresschildkröten einladen.

Südmexiko

Chichen Itza

Chichen-Itza ist die berühmteste und die am besten restaurierte Mayastätte der Halbinsel. Sie wurde im Jahr 1988 zum Weltkulturerbe und zu einer der sieben neuen Weltwunder erklärt. Sowohl Chichen-Itza als auch Tulum sind die meistbesuchten Ruinen in ganz Mexiko.

Diese archäologische Stadt liegt auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan, etwa 120 Km östlich von Mérida. Die Maya-Kultur erreichte ihre Blütezeit von ca. 600 n. Chr. bis ins 13. Jahrhundert.

Die Schlange erscheint zur Tagundnachtgleiche

Besonders großer Andrang herrscht in Chichen-Itza zur Tagundnachtgleiche im Frühjahr am 20./21. März und im Herbst am 21./22. September. Das Sonnenlicht erzeugt morgens und nachmittags aus Licht und Schatten die Illusion einer Schlange, die die Treppe der Pyramide „El Castillo“ hoch oder runter kriecht. Die Treppenhäuser sind mit der gefiederten Schlange geschmückt und die Türfassungen im oberen Teil des Tempels zeigen toltekische Krieger.

„El Castillo“ wird auch die Kukulkan Pyramide genannt und ist ein typisches Gebäude der Maya-Architektur: quasi ein Stein gewordener Mayakalender.

Mayakalender aus Stein und andere Sehenswürdigkeiten

Weitere Sehenswürdigkeiten neben der großen Kukulkan Pyramide sind:

  • das runde Observatorium
  • der Ballspielplatz (Juego de Pelota)
  • der Kriegertempel
  • das Kloster der Schwestern (Convento de las Monjas)
  • die Gruppe der tausend Säulen (El Grupo de las Mil Columnas).

Das einzige Bauwerk, dass man betreten oder besteigen darf, ist die Kukulcan Pyramide.

Die beste Reisezeit nach Chitzen Itza

Hauptreisezeit sind die in der Regel trockenen Monate Dezember bis Mai. Das Wetter ist durchgängig heiß und schwül, nur zwischen November und Februar sinken die Temperaturen geringfügig. Während der Regenzeit (von Juni bis September) treten immer wieder heftige tropische Regenfälle auf.

Monte Alban

Die uralte Zapoteken-Hauptstadt Monte Albán liegt ein paar Kilometer westlich von Oaxaca. Es ist eine der beeindruckendsten historischen Stätten in ganz Mexiko und wurde 1987 ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Der Name bedeutet „Weißer Berg“.

 

Monte Albán liegt ca. 2.000 m über dem Meeresspiegel auf einer künstlich abgeflachten Bergkuppe und war das religiöse Zentrum der Zapoteken, später der Mixteken. Die ersten Menschen, die sich hier ungefähr 500 v. Chr.niederliesen, waren sehr wahrscheinlich Zapoteken. Es wird vermutet, dass kulturelle Verbindungen zu den Olmeken im Nordosten bestanden haben.

 

Monte Albáns Geschichte unterteilt sich in fünf verschiedene Phasen:

 

  • Monte Albán I: etwa um 200 v. Chr. wurde der Hügelgipfel planiert und man errichtete darauf Tempel und Paläste. Es hatten sich ca. 10,000 Einwohner an den Bergflanken angesiedelt. In dieser Zeit wurden Hieroglyphen und Daten in einer Art Koordinatensystems eingeritzt, ein Beweis dafür, daß in Monte Albán erstmalig in Mexiko Schrift und ein schriftlicher Kalender verwendet wurden.

 

  • Monte Albán II: Die Stadt dehnte zwischen 200 v. Chr. und 300 n. Chr. ihren Einfluss auf ganz Oaxaca aus. Die Gebäude dieser Phase bestanden aus riesigen Steinblöcken und hatten steile Mauern.

 

  • Monte Albán III: Die Blütezeit liegt zwischen 300 und 700 n. Chr. Auf dem Haupthügel entstanden Terrassen, um Häuser für die ca. 25.000 Einwohner bauen zu können. Die meisten Überreste stammen aus dieser Zeit. Viele Gebäude waren mit Gips verputzt und rot gestrichen.  In dieser Zeit war Monte Albán das Zentrum einer hoch organisierten Gesellschaft, in der Priester das Sagen hatten.

 

  • Monte Alban IV: Zwischen 700 und 950 n. Chr. wurde die Stadt aufgegeben und sie verwandelte sich in eine Ruinenlandschaft.

  • Monte Albán V: (950-1521) In dieser Zeit war die Stadt immer noch verlassen. Nur die Mixteken aus dem nordwestlichen Oaxaca verwendeten die alten Gräber, um ihre eigenen Würdenträger darin zu bestatten.

Die Gran Plaza, der Ballspielplatz und die Gräber sind einige der interessanten Sehenswürdigkeiten.

Der Bundesstaat Oaxaca ist ein Schmelztiegel unterschiedlicher Sprachen und indigener Gruppen, die neben der gastronomischen, landschaftlichen und maritimen Vielfalt immer wieder zu einem interessanten Reiseziel machen.

Mit seinem historischen und kulturellen Reichtum ist Oaxaca ein faszinierendes Reiseziel, an dem jahrtausende alte Zivilisationen, Kolonialarchitektur und lebendige Tradition zusammenfließen. Seine Kultur und die Herzlichkeit seiner Einwohner sind die Hauptgründe für eine Reise nach Oaxaca, um diese Region mit allen Sinnen auf sich wirken zu lassen.

Palenque

Eingebettet in tropischen Regenwald sind die Ruinen von Palenque, die wohl eindrucksvollsten aller klassischen Maya-Stätten Süd Mexikos. Diese archäologischen Ruinen liegen im Bundesstaat Chiapas, ca. 8 km außerhalb des Dorfes Palenque auch Santo Domingo de Palenque genannt.

Seit 1987 gehört die Mayametropole von Palenque zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das kleine Dorf liegt unterhalb des Río Usumacinta. Zahlreiche kleine Bäche fließen durch die archäologische Zone von Palenque. Die Ruinen, für die oft künstliche Terrassen angelegt wurden, schmiegen sich an die grünen Hügel des Hochlands an, die in die Architektur der Stadt integriert wurden. Bisher wurden erst circa 5 Prozent der Bauten freigelegt, der Rest ist noch vom Dschungel überwuchert.

Der Name Palenque bedeutet Großes Wasser. Es wurde zum ersten Mal gegen 100 v. Chr. besiedelt und hatte seine Blütezeit um 630 bis 740 n. Chr. Unter dem Herrscher Pakal (615-683) erlangte die Stadt Berühmtheit. Pakal wurde in den Hieroglyphen durch die Sonne und den Schild repräsentiert. Während der Regierungszeit von Pakal wurden viele Gebäude in Palenque errichtet. Eins davon ist der großartige Templo de las Inscripciones „Tempel der Inschriften“ (Pakals Mausoleum). Die Stufenpyramide ist etwa zwanzig Meter hoch und besitzt auf ihrer Dachplattform einen kleinen Tempel. Die Grabkammer hat eine Grundfläche von vier mal zehn Metern und ist rund sieben Meter hoch. Die Besteigung der Stufenpyramide ist für Touristen nicht mehr erlaubt.

Schräg gegenüber des „Tempels der Inschriften steht der Palast, ein großes Gebäude mit einem Irrgarten aus Korridoren und Zimmern. Nordöstlich ist der Patio de los Cautivos (Hof der Gefangenen). Er enthält eine Sammlung von Reliefskulpturen, die für Ihre Umgebung etwas groß wirken. Sie stellen die gefangenen Herrscher dar, die hierhergebracht worden waren. Die Ruinen Grupo de las Cruces (Gruppe der Kreuze), el Templo del Sol (Tempel der Sonne) und Südliche Akropolis befinden sich auch in diesem komplexen Gebiet.

Bei der Erkundung der Pyramiden stellen sie sich die Steinbauten so vor, wie sie ausgesehen haben, als Palenque den Höhepunkt seiner Macht erreichte: Blutrot bemalt mit kunstvollen blauen und gelben Stuckdetails. Der Wald rund um die Tempel ist immer noch das Zuhause von Brüllaffen, Tukanen und Ozeloten.

Wer alle Reiseziele in der näheren und weiteren Umgebung (Palenque Ruinen, Agua Azul, Misol Há, yaxchilan und Bonampak) wahrnehmen möchte, benötigt 2 bis 3 Tage. Die Ruinen von Palenque, Agua Azul und Misol Há lassen sich aber auch an einem Tag besichtigen. Yaxchilan und Bonampak können gleichfalls an einem anderen Tag besucht werden.

In Palenque ist das Wetter sehr schwül und heiß, daher wird empfohlen, die Ausflüge sehr früh zu starten: dann ist es kühler und nicht so überfüllt. Außerdem hüllt der Morgennebel die Ruinen in einen malerischen Dunstschleier. Auf jeden Fall sollten Sie einen Sonnenschutz mitbringen!

 

Tulum

Tulum liegt ca. 55 Km südlich von Playa del Carmen, an der so genannten Riviera Maya, einem Küstenstreifen an der Karibikküste von Quintana Roo.  Einer der unverzichtbaren Orte von Tulum sind die Maya-Ruinen, die sich auf den Klippen über der Karibik befinden.

Tulum bedeutet auf Mayathan „Mauer“ oder „Festung“. Tulums früher Name war zamá, was „Morgenröte“ oder „Sonnenaufgang“ bedeutet. Die Stadt war einst ein Handels- und auch ein religiöses Zentrum und vor allen Dingen ein wichtiger Maya-Seehafen. Eine über 4 m hohe und insgesamt 600 m lange massive Mauer umschließt das 380 y /170m große Areal, in dem über ca. 50 (kleinere) Tempel, Häuser und Palastreste liegen.

Tulum wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Von warmen sternenklaren Nächten und türkisfarbenem Meer begleitet, erhebt sich die archäologische Stätte am Ufer des Meeres. Geblieben ist von der großen Mayastadt nur der Tempelbezirk mit dem Palast. Weitere Gebäude sind der Templo del Dios Descendente (des herabsteigenden Gottes) und der Templo de los Frescos (Freskentempel) sowie der Templo de los vientos (Tempel des Windes).

Die gut erhaltenen Ruinen von Tulum sind bemerkenswert, doch fast noch beeindruckender ist ihre einmalige Lage. Die gräulich-braunen Gebäude ragen über einen von Palmen gesäumten Strand empor, der von türkisfarbenem Wasser umgeben ist. Man sollte nicht erwarten, hier dieselbe Architektur vorzufinden wie in Chichen-Itza oder Uxmal. Die Gebäude in Tulum weisen zweifelsohne toltekischen Einfluss auf und sind das Produkt einer Mayakultur, die sich schon im Niedergang befand. Die innere Stadt wird von einer zum Meer hin offenen Stadtmauer umrundet, an deren Nordwest- und Südwestecken Wachtürme stehen. Aus denkmalpflegerischen Gründen sind für Besucher nicht mehr alle Ruinen zugänglich. Ebenso wurde die Stätte zur Beobachtung des Sternenhimmels, insbesondere der Venus errichtet. Der Maya-Kalender wurde an solchen Plätzen erstellt und ständig überprüft. Kleine Fensteröffnungen zeigen noch heute die Ausrichtung und Weiterleitung von Sonnenstrahlen zur Wintersonnenwende.

Tulum hatte seine Blütezeit in der Nachklassik von 1200-1400 n.Chr. Erste Siedlungsspuren stammen jedoch aus wesentlich früheren Epochen, ältestes Zeugnis ist ein Stelenfund mit der Jahreszahl 564. Tulum war der östlichste Außenposten des Yucatekischen Mayagebiets und bei der Ankunft der Spanier eine der letzten noch intakten Maya-Städte an der Küste.

Zu den Hauptattraktionen der Gegend zählen Schnorcheln und Tauchen. Verlockend sind nicht nur die fantastischen Riffs, sondern auch die vielfältigen, mysteriösen Unterwasserhöhlen und Cenoten, die es hier vermehrt gibt.

 

 

 

 

 

 

 

Uxmal

Uxmal liegt ca. 80 km südwestlich von Mérida und ist mit Chichen-Itza die bedeutendste aller Maya-Stätten der Yucatan Halbinsel. Der Name ist abgeleitet von der zukatekischen Mayasprache und bedeutet „dreimal“.  Uxmal wurde von der UNESCO als Welterbe genannt.

Erste Spuren Uxmals können bis ins Jahr 400 n.Chr. zurückverfolgt werden. Ihre Blütezeit als wirtschaftliches und religiöses Zentrum erlebte der Stadtstaat zwischen 800 und 1000 n. Chr. In dieser Zeit war Uxmal das dominierende urbane Zentrum der Region, vergleichbar mit Chichen-Itzá du Mayapán. Alle größeren Bauten entstanden um 900. Damals lebten in Uxmal etwa 20.000 Menschen. Nach der toltekischen Invasion der yucatekischen Halbinsel war Uxmal spätestens um 1.200 verlassen worden.

Am Zugangsweg ragt unübersehbar das bekannteste Bauwerk Uxmals auf, die wuchtige, 38 m hohe Pyramide des „Zauberes“ oder „Wahrsagers“ (Der Name rührt von einer lokalen Legende, nach der die Pyramide von einem Zauberer in einer einzigen Nacht erbaut worden ist). Die Pyramide besitzt einen in der Welt der Maya ungewöhnlichen ovalen Grundriss. Die abgerundeten Kanten erinnern an die Rundwände typischer Maya-Hütten. Diese Pyramide ist das Resultat von fünf Überbauungen (Ummantelungen) früherer Baukörper und Zeitepochen. Sie ist die dritthöchste auf der Halbinsel Yucatán mit 117 Stufen, die ohne einen Zwischenabsatz steil hinaufführen. 

Die Bauten werden von der Piramide del Adivinador „Pyramide des Zauberers“ überragt, die wie die meisten Gebäude in Uxmal während der Besiedlung der Stadt immer wieder umgebaut und erweitert wurde. Mächtigstes einzelnes Gebäude ist der auf einer hohen Plattform gelegene sogenannte Gouverneurspalast. Uxmal ist heute eine der meistbesuchten Ruinenstätten der Maya und bietet durch Restaurierungen von Gebäuden einen guten Einblick in das originale Aussehen der Stadt.

Weitere Ruinen sind hier auch zu sehen wie: Cuadrangulo de los Pájaros (Das Viereck der Vögel oder Guacamaya Hof), Cuadrangulo de las Monjas (das Nonnen-Viereck), La Casa de las Tortugas (das Schildkrötenhaus), El Palacio del Gobernador (Palast des Gouverneurs), Trono del Januar (der zweiköpfige Januar) La Gran Pirámide (die Große Pyramide). Letztere ist mit 30m Höhe nur wenig niedriger als die Pyramide des Zauberers. El Palomar (Das Taubenhaus) Dieser zerfallene Komplex ist älter als die anderen Bauten Uxmals. Von ihm ist nur noch eine Mauer erhalten.

Neben dieser Anlage befindet sich ein kleines Museum mit Uxmal-Funden, wie Stelen, Zielring des Ballspielplatzes, Keramiken u.a. Allabendlich wird im Nonnen-Viereck (Nord-Tempel) eine Licht- und Ton-Show dargeboten. Dabei werden Uxmals Bauten von Scheinwerfern abwechselnd farbig angestrahlt, dramaturgisch passend zu den Erzählungen und zur Musik. Das theatralische Hörspiel schildert die Entstehungsgeschichte Uxmals, das Leben seiner Bewohner und Herrscher, die Kriegszünde und die Anrufung Chaaks um Regen.

 

Kolonialstädte

Pueblos Magicos

In Mexiko gibt es viele unbekannte, aber faszinierende Orte, die den Touristen aus aller Welt Entspannung und Abenteuer bieten. Dazu gehören die Pueblos Mágicos “magische Dörfer”. Das sind solche Orte, die sich durch ihre Schönheit und ein besonders reiches kulturelles und geschichtliches Erbe auszeichnen.

Um diesen kleinen magischen Orten zu größerer touristischer Bedeutung zu verhelfen, hat die mexikanische Regierung ein Projekt initiiert und fördert seit 2001 das Programm „Pueblos Mágicos“. Die Auszeichnung ist besonders für die kleinen Städte gedacht, die ihre einzigartige architektonische Bauweise aus der Kolonialzeit bewahrt haben. Andere Ortsstrukturen, wie zum Beispiel die Dörfer der Tarahumara Indianer, werden mit dem Programm der nativen Erbschaft der Nation gefördert. Zusammen genommen geben alle Maßnahmen dem Reisenden vielfältige Eindrücke von Formen, Farben und Düften, wofür Mexiko weltweit bekannt ist.

Außer der historischen und kulturellen Bedeutung bieten diese kleinen Städte moderne Hotels und Verkehrsverbindungen. Die Verwaltung und die Einwohner arbeiten zusammen, um eine warme Willkommenskultur und einen guten Service zu leisten. Diese besonderen Förderprogramme sind nicht nur ein kommerzieller Gewinn für die Einwohner, sondern bieten ihnen auch die Möglichkeit, aktiv mit Touristen aus verschiedenen Ländern in Kontakt zu treten.

Zurzeit umfasst das Programm „Pueblos Mágicos“ 83 als besonders sehenswert eingestufte Orte. Drei davon können Sie bei Ihrer Zugfahrt in der Sierra Tarahumara besuchen: El Fuerte, Creel und Batopilas.

Allein die Straßen und Häuser dieser magischen Orte sind Sehenswürdigkeiten, aber es gibt noch viel mehr zu entdecken. Wir laden Sie ein, diese Städte selbst zu erkunden!

In El Fuerte können Sie zum Beispiel bei einem Stadtgang die handgemachten Mehltortillas probieren. Wollen Sie an einem Bootsausflug teilnehmen, dann treffen Sie sich kurz nach dem Frühstück vor der Lobby des Hotels. Mit großen Schlauchbooten lassen Sie sich flussabwärts treiben. Dabei können Sie an den Ufern des El Fuerte Flusses die große Vielfalt an Vogelarten und endemischen Pflanzen beobachten. Ein Besuch der alten Wandinschriften und Petroglyphen-Steine auf einem kleinen Hügel („El Cerro de la Mascara“) ist eingeschlossen. Dieser Ort umfasst ca. 45 Steine, die zusammen über 100 Gravuren aufweisen. Die Petroglyphen haben ein Alter von 800 bis zu 2.500 Jahren.

In Creel  erwartet Sie ein Abenteuer an den nah gelegenen Wasserfällen, wo Sie sich im sprudelnden Wasser erfrischen können. Eine Wanderung durch eine beeindruckende Landschaft mit einer Reihe surrealistischer Felsformationen lässt sich anschließen. Im „Tal der Pilze“ und im „Tal der Frösche“ machen bizarre Steinformen ihren Namen alle Ehre. Im „Tal der Mönche“ stehen aufrechte Steinsäulen, die von den Rarámuri als Symbole der Fruchtbarkeit verehrt werden.

In Batopilas besuchen eine der beliebtesten Wanderungen welche zur Cathedral Perdida „die verschwundene Kathedrale“in Satevo führt. Entdeckt wurde diese kunstvolle Kirche im 18. Jhdt. in einem abgelegenen und unbewohnten Canyon. Um zu dieser Kirche zu gelangen, müssen Sie 8 Kilometer Fußweg oder eine Fahrt von 20 Minuten auf sich nehmen. Auch andere Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Batopilas sind ein Besuch wert.

 

Pueblos Magicos

In Mexiko gibt es viele unbekannte, aber faszinierende Orte, die den Touristen aus aller Welt Entspannung und Abenteuer bieten. Dazu gehören die Pueblos Mágicos “magische Dörfer”. Das sind solche Orte, die sich durch ihre Schönheit und ein besonders reiches kulturelles und geschichtliches Erbe auszeichnen.

Um diesen kleinen magischen Orten zu größerer touristischer Bedeutung zu verhelfen, hat die mexikanische Regierung ein Projekt initiiert und fördert seit 2001 das Programm „Pueblos Mágicos“. Die Auszeichnung ist besonders für die kleinen Städte gedacht, die ihre einzigartige architektonische Bauweise aus der Kolonialzeit bewahrt haben. Andere Ortsstrukturen, wie zum Beispiel die Dörfer der Tarahumara Indianer, werden mit dem Programm der nativen Erbschaft der Nation gefördert. Zusammen genommen geben alle Maßnahmen dem Reisenden vielfältige Eindrücke von Formen, Farben und Düften, wofür Mexiko weltweit bekannt ist.

Außer der historischen und kulturellen Bedeutung bieten diese kleinen Städte moderne Hotels und Verkehrsverbindungen. Die Verwaltung und die Einwohner arbeiten zusammen, um eine warme Willkommenskultur und einen guten Service zu leisten. Diese besonderen Förderprogramme sind nicht nur ein kommerzieller Gewinn für die Einwohner, sondern bieten ihnen auch die Möglichkeit, aktiv mit Touristen aus verschiedenen Ländern in Kontakt zu treten.

Zurzeit umfasst das Programm „Pueblos Mágicos“ 83 als besonders sehenswert eingestufte Orte. Drei davon können Sie bei Ihrer Zugfahrt in der Sierra Tarahumara besuchen: El Fuerte, Creel und Batopilas.

Allein die Straßen und Häuser dieser magischen Orte sind Sehenswürdigkeiten, aber es gibt noch viel mehr zu entdecken. Wir laden Sie ein, diese Städte selbst zu erkunden!

In El Fuerte können Sie zum Beispiel bei einem Stadtgang die handgemachten Mehltortillas probieren. Wollen Sie an einem Bootsausflug teilnehmen, dann treffen Sie sich kurz nach dem Frühstück vor der Lobby des Hotels. Mit großen Schlauchbooten lassen Sie sich flussabwärts treiben. Dabei können Sie an den Ufern des El Fuerte Flusses die große Vielfalt an Vogelarten und endemischen Pflanzen beobachten. Ein Besuch der alten Wandinschriften und Petroglyphen-Steine auf einem kleinen Hügel („El Cerro de la Mascara“) ist eingeschlossen. Dieser Ort umfasst ca. 45 Steine, die zusammen über 100 Gravuren aufweisen. Die Petroglyphen haben ein Alter von 800 bis zu 2.500 Jahren.

In Creel  erwartet Sie ein Abenteuer an den nah gelegenen Wasserfällen, wo Sie sich im sprudelnden Wasser erfrischen können. Eine Wanderung durch eine beeindruckende Landschaft mit einer Reihe surrealistischer Felsformationen lässt sich anschließen. Im „Tal der Pilze“ und im „Tal der Frösche“ machen bizarre Steinformen ihren Namen alle Ehre. Im „Tal der Mönche“ stehen aufrechte Steinsäulen, die von den Rarámuri als Symbole der Fruchtbarkeit verehrt werden.

In Batopilas besuchen eine der beliebtesten Wanderungen welche zur Cathedral Perdida „die verschwundene Kathedrale“in Satevo führt. Entdeckt wurde diese kunstvolle Kirche im 18. Jhdt. in einem abgelegenen und unbewohnten Canyon. Um zu dieser Kirche zu gelangen, müssen Sie 8 Kilometer Fußweg oder eine Fahrt von 20 Minuten auf sich nehmen. Auch andere Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Batopilas sind ein Besuch wert.

 

Spezielle Events

Monarchfalter Wanderung

Die Monarchfalter Wanderung ist ein spektakuläres Ereignis, das sich Jahr für Jahr zwischen Ende Oktober und Anfang November wiederholt: Um diese Zeit fliegen Millionen Monarchfalter aus der 4.500 Kilometer entfernten Große-Seen-Region in den USA und Kanada in das bewaldete mexikanische Hochland. Hier, in dem Biosphäre-Reservat Mariposa Monarca, an der Grenze zwischen den Bundesstaaten Michoacán und Mexiko-Stadt, halten sie ihren Winterschlaf.

Die Monarchfalter sind von großer Schönheit und Farbe.  Sie nehmen als Bestäuber eine wichtige Funktion für das ökologischer Gleichgewicht ein und sind von entscheidender Bedeutung im Lebenszyklus der Wälder. Die orangefarbenen Insekten mit den schwarzen Gitternetzlinien unterscheiden sich von ihren Kollegen durch ihre Langlebigkeit: Während andere Schmetterlinge einen Lebenszyklus von 24 Tagen haben, können Monarchen bis zu 9 Monate leben.

Die Flügel haben ein leicht erkennbares orange-schwarzes Muster mit einer Flügelspannweite von 8 bis 12 cm, wobei es grundlegende Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen gibt:

  1. Die weiblichen Monarchfalter haben dunklere Flügel und auch die schwarzen Streifen auf den Flügeln sind breiter.
  2. Die Flügel der etwas größeren Männchen haben im Vergleich zu den Weibchen dünnere Streifen und auf jedem der hinteren Flügel ist ein schwarzer Punkt zu sehen, der Pheromone freisetzt.

Es ist schwer zu sagen, wie viele Eier weibliche Monarchfalter im Laufe ihres Lebens legen, aber der Durchschnitt in ihrem natürlichen Lebensraum wird auf 300 bis 400 Eier geschätzt.

Auf der Reise nach und während ihres Aufenthalts in Mexiko paaren sich die erwachsenen Exemplare, legen Eier und die Generation, die im nächsten März in die USA und nach Kanada fliegt, wird geboren. Keiner von ihnen wird nach Mexiko zurückkehren, da sein Lebenszyklus nur wenige Wochen dauert.

Wenn sich die Schmetterlinge ihrem Ziel nähern, sammeln sie sich in großen Schwärmen, überqueren Autobahnen und flattern steile Berghänge hinauf. Bei Sonnenaufgang steigen sie wie goldene und orangefarbene Wolken in den Himmel.  Den heißesten Teil des Tages verbringen sie auf den feuchten Waldböden. Die beste Zeit, um sie zu sehen, ist an einem warmen, sonnigen Nachmittag, wenn sie den Boden wie einen glänzenden Teppich belegt haben. An kalten Tagen sind sie eher träge. Amapa Tours zeigt Ihnen die besten Orte, wo Sie dieses Spektakel inmitten der schönen Natur Michoacans erleben können.  

Das Monarchfalter-Biosphärenreservat zählt seit 2008 zu den vier anerkannten Naturschönheiten des UNESCO-Weltkulturerbes.

Tagundnachtgleiche in Chitzen Itza

Erleben Sie das Äquinoktium in Chichén Itzá: Der Tag, an dem die gefiederte Schlange herabkriecht.

Tagundnachtgleiche werden die beiden Tage des Jahres genannt, an denen der Tag und die Nacht exakt gleich lang sind und so den Übergang vom Winter in den Frühling beziehungsweise vom Sommer in den Herbst anzeigen. Das gilt an jedem Ort auf der Erde. Die Sonne geht an diesen Tagen überall auf der Welt fast genau im Osten auf bzw. im Westen unter.

Die Ruinen von Chichen Itza sind einer der meistbesuchten Orte, um dieses Phänomen zu würdigen. Jedes Jahr versammeln sich an der Kukulcán-Pyramide Tausende von Menschen, um die Erscheinung der gefiederten Schlange zu bestaunen und zusammen in den Frühling oder Herbst zu feiern.

Wenn die Sonne gegen 16.00 Uhr untergeht, startet das Spektakel: Das Licht- und Schattenspiel zwischen Sonne und den neun Pyramidenstufen projiziert ein helles gekraustes Band auf die Außenseite der Pyramidentreppe, das allmählich nach unten wandert und sich dann für einen kurzen Moment mit dem steinernen Schlangenkopf am Fuße der Pyramide vereint. Der Rest der Pyramidenseite liegt im Schatten. So entsteht der visuelle Eindruck, die Schlange würde die Stufen der Kultstätte heruntergleiten. Nach ca. 30 Minuten ist der Schlangenkörper Quetzalcoatls in aller Deutlichkeit sichtbar. Das einzigartige Phänomen dauert wenige Minuten, dann löst sich die Schlange auf und lässt staunende Zuschauer zurück.

In diesem magischen und emotionalen Moment fallen viele Personen auf die Knie und breiten ihre Arme aus, um so viel Energie wie möglich aufzunehmen.

Die Tagundnachtgleichen fallen auf den 19., 20. oder 21. März (Frühlingsäquinoktium) und auf den 22., 23. oder 24. September (Herbsts Äquinoktium). Wir laden Sie ein, dieses Phänomen mit uns zu erleben.

Tag der Toten in Mexiko

Der Tag der Toten (Día de Los Muertos) ist einer der wichtigsten und schönsten Feiertage für alle Mexikaner. Die Feierlichkeiten, an denen an die Verstorbenen gedacht wird, beginnen am 31. Oktober, dem Vorabend von Allerheiligen und reichen bis zu Allerseelen am 2. November. Der Legende nach kommen am Tag der Toten die Engelchen (Angelitos) zu Besuch, um gemeinsam mit den Lebenden ein Fest zu feiern.

Der Tag der Toten ist keine Trauerveranstaltung, sondern ein farbenprächtiges Volksfest zu Ehren der Verstorbenen. Nach altmexikanischem Volksglauben kehren die Seelen der Toten aus dem Jenseits an diesem Tag zu ihren Familien zurück, um sie zu besuchen. Während dieser Tage steht das Gedenken an die Verstorbenen im Vordergrund.

Es wird gemeinsam im Familienkreis oder mit Freunden ein fröhliches Wiedersehen mit Musik, Tanz und gutem Essen gefeiert. Jede Familie errichtet in ihrer Wohnung einen Altar mit Blumen und Bildern der verstorbenen Verwandten. Es werden die Leibspeisen der Toten zubereitet und deren Lieblingsmusik gespielt.  Auf die Altäre werden Opfergaben (Ofrendas) in verschiedenen Stufen aufgebaut. Ein Bild der verstorbenen Person, für die der Altar aufgebaut wurde, steht meist auf der obersten Stufe.

Auf der zweiten Etage werden Gegenstände gestellt, die diese Person im Leben gerne mochte, z.B. Essen, Spielzeug, Musikinstrumente, Bier, Tequila Shots oder Zigaretten. Auf der untersten Ebene stehen Kerzen, Figuren der Heiligen Maria de Guadalupe oder Blumen. Die Altäre werden auch mit bunten Girlanden aus ausgeschnittenem Papier (Papel Picado) – meistens mit Totenköpfen versehen – geschmückt. Übliche Dekorationen sind: das Brot der Toten (Pan de Muerto), Totenschädel aus Zucker (Calaveras de Azúcar) und die orangefarbene Blume der Toten (Flor de Cempasuchíl).

Opfergaben findet man nicht nur bei Mexikanern zu Hause, sondern auch auf den Friedhöfen, wo riesige Altäre zum Tag der Toten aufgebaut werden, um berühmte Persönlichkeiten zu ehren. Einige Straßen oder Läden werden mit Blumen als Symbol des Todes geschmückt. Überall sieht man als Zeichen der Vergänglichkeit Skelette und Schädel aus Schokolade, Amarant oder Marzipan in den Schaufenstern stehen, die die Namen der Toten auf der Stirnseite tragen.

In Mexiko wird der Tod nicht als Ende des Lebens gesehen, sondern, wie schon die Azteken glaubten, als Übergangsphase zu einem anderen Lebensabschnitt. In vorspanischer Zeit gewährten die Azteken sogar ihren Feinden einen Ort, an dem die Geister zurückkehren konnten: Auf einem Gestell aus Holz (Tzompantli) wurden die Schädel als Gefäß für die Geister ordentlich aufgereiht.

Die spanischen Missionare, die vergeblich versuchten, das heidnische Fest abzuschaffen, legten die Feiern mit dem Hochfest Allerheiligen und dem Gedächtnis Allerseelen zusammen. Die Parallelität zwischen der christlichen Vorstellung vom Tod und dem indigenen Glauben ermöglichten diesen Synkretismus, der die Bräuche des vorspanischen Mexikos weiterleben lässt.

Mexiko-Stadt feiert den Tag der Toten mit einer gigantischen Parade. Am diesem Tag ziehen etwa 1.000 Menschen durch die Straßen. Sie sind verkleidet als Skelette, als Zuckertote oder als Totendame Catrina. Ein buntes Spektakel, wo Sie die Fröhlichkeit und Tradition der Mexikaner hautnah spüren.

In San Andrés de Mixquic , in der Nähe von Coyoacan, spürt man überall den Spirit vom Tag der Toten. Auf dem Friedhof werden alle Kapellen mit Blumen geschmückt, so dass man vom Kirchturm einen grandiosen Ausblick auf den orangefarbenen Blütenteppich und die vielen Kerzen hat.

In Coyoacan findet ein kleiner Catrina Umzug statt. La Catrinas, der Inbegriff dieser Feier, ist in weiten Teilen der Welt als Kultfigur bekannt und dient in vielen Ländern, einschließlich Spanien, als Kostüm, um diesen Tag zu feiern. Sie wird dargestellt durch ein bemaltes Gesicht, das einem Schädel ähnelt und mit bunten Blumen geschmückt ist. 

Ursprünglich bezeichnete “Catrín” einen elegant gekleideten Mann der Aristokratie, der von einer standesgemäßen Frau begleitet wurde. La Catrina ist eine weibliche Figur mit mehr als 100 Jahren Geschichte, die vom mexikanischen Karikaturisten José Guadalupe Posada geschaffen wurde. Zunächst hieß es “La Calavera Garbancera” und war ein Spott für die Ureinwohner, die sich bereichert und ihre Herkunft und Bräuche abgelegt hatten. Sinngemäß bedeutet Calavera Catrina: Im Tod sind wir alle gleich. Später übernahm der Wandmaler Diego Rivera das Motiv der “La Catrina” und machte sie berühmt. 

Der Ultra Marathon “Caballo Blanco” (UMCB)

Dieser legendäre Ultra-Marathon geht über 80 Kilometer durch die prächtige Kulisse der Urique Schlucht. Er findet jedes Jahr am ersten Sonntag im März statt und ist sicherlich einer der landschaftlich schönsten Marathons der Welt.

Der Start erfolgt im Dorf Urique, dessen gleichnamigen Canyons bis auf 1.800 Metern hinabreichen und zu den tiefsten der Sierra Tarahumara gehören.

Über 800 Läufer aus den Kupferschluchten, aus verschiedenen Regionen Mexikos sowie aus der ganzen Welt versammeln sich vor dem Haupt-Plaza in Urique, um sich in aller Frühe an der Seite der gastgebenden Raramuri Indianer – auch bekannt als “die mit den leichten Füßen“ – in ein unvergessliches Abenteuer zu stürzen. Die Tarahumaras feiern damit ihre Lebensweise und Kultur, und teilen ihre Freude am Laufen mit anderen.

Das Event wurde von Micah True (Caballo Blanco) im März 2003 ins Leben gerufen, um die Raramuris und die lokalen Gemeinden zu unterstützen. Er wollte Läufer aus aller Welt zusammenbringen und die großartige Kultur der Ramamuris (Tarahumara) bekanntmachen.

An dem Ultra-Marathon nehmen inzwischen Ausdauersportler aus aller Welt teil und unterstützen damit die ortsansässigen Raramuri-Familien. Jede Rennregistrierung hilft.

Veranstalter des Ultramarathons Caballo Blanco ist die Gemeinde Urique, Chihuahua, Mexiko mit Unterstützung des Vereins „Mas Locos“ und Freunden auf der ganzen Welt. Der UMCB hat eine unglaubliche Geschichte und gilt als eines der wichtigsten Events, das jeder Marathonläufer mal mitgemacht haben sollten.

Ein weiteres Highlight an diesem Wochenende ist das UMCB-Kinderrennen „La Carrera de los Caballitos“: an dem Samstag vor dem eigentlichen Renntag nehmen viele Tarahumara Kinder an kurzen Rennen in der Stadt Urique teil. Diese Kinderveranstaltung ist eine wunderbare Tradition, in der sich die nächste Läufer-Generation vorbereitet.

Die Bergwelt der Sierra Madre zwangen die Tarahumaras seit jeher zu ausgedehnten Fußmärschen. Im Laufe der Zeit entwickelten sie auf diese Weise immer mehr Ausdauer. Auch heute gibt es Raramuris, die bis zu 170 km durch das Gebirge laufen, ohne anzuhalten.

Zwei der besten Raramuri Läufer der Region sind:

Miguel Lara: Er hat in den letzten drei Jahren den Ultramarathon Caballo Blanco gewonnen.

Lorena Ramirez: Eine besonders talentierte Läuferin, die bereits fünf Mal einen Ultra-Marathon gewonnen hat.

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